Hamburg kann seine Klimaziele für 2012 erreichen
Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes 2011/2012
20.12.2012
Von 2007 bis 2012 müssen die Emissionen um 2 Millionen t CO2 sinken, damit gegenüber 1990 insgesamt 20% CO2 eingespart werden.
Die Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes haben bislang das Erhoffte bewirkt. Von den angestrebten 550.000 Tonnen CO2-Reduktion sind nach der Prognose für 2011 bereits 470.000 Tonnen erreicht. Insgesamt wurden bislang 118 Einzelmaßnahmen ausgewertet.
Einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten außerdem 11 energieintensive Hamburger Unternehmen. Sie haben bis 2011 bereits 456.000 Tonnen der von ihnen zugesagten 500.000 Tonnen CO2 eingespart. 33.000 Tonnen davon haben die Unternehmen mit Hilfe des Förderprogramms „Unternehmen für Ressourcenschutz“ erbracht, sie sind also auch durch das Klimaschutzkonzept befördert. Diese 33.000 Tonnen sind in den 470.000 Tonnen des Klimaschutzkonzeptes bereits eingerechnet. Das Ziel, aus den Beiträgen von Klimaschutzkonzept und Industrie insgesamt 1.050.000 Tonnen einzusparen, ist deutlich in Sicht.
Die restlichen 950.000 Tonnen CO2 zur Erreichung des 2-Millionen-Tonnen-Ziels im Jahr 2012 und die dazugehörigen Maßnahmen werden im derzeit laufenden Evaluierungsprozeß untersucht. Sie können erst im Abschlussbericht des Klimaschutzkonzeptes 2012/13 endgültig in der erreichten Höhe beziffert werden. Dabei geht es vor allem um Maßnahmen des Bundes, um Auswirkungen technischer Innovationen und Effekte bewusstseinsbildender Maßnahmen.
Senatorin Jutta Blankau: „Vieles spricht dafür, dass wir die angestrebte Reduktion von 2 Millionen Tonnen CO2 bis 2012 erreichen. Hamburg wird jedenfalls seinen Beitrag dazu leisten. Die vor Kurzem geschlossenen energiepolitischen Vereinbarungen des Senates mit Vattenfall und E.ON Hanse machen Hamburg zudem fit für die Energiewende und werden in der Zukunft zusätzlich spürbare CO2-Reduktionen erbringen.“
Für die restliche Laufzeit des Klimaschutzkonzeptes hat der Senat in diesem Jahr alle neuen Maßnahmen daraufhin überprüft, wie hoch die Kosten pro eingesparter Tonne CO2 sind, und die Genehmigung an eine günstige Kosten-Nutzen-Relation gebunden. Die Förderprogramme für Energieeffizienz im Wohnungsbau wurden ausgeweitet. So erhält die Hamburger Wohnungsbaukreditanstalt in 2012 zusätzliche 2 Millionen Euro Fördermittel, damit insgesamt 5 Millionen Euro.
Das CO2-Monitoring der Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes wurde ausgeweitet und ein umfangreiches Evaluationsverfahren eingeleitet. Es ist die Basis für die politischen Weichenstellungen nach Ablauf des Klimaschutzkonzeptes 2012.
Herausragende Einzelprogramme und Projekte in der Fortschreibung 2011/12
- Das Programm Unternehmen für Ressourcenschutz, das Hamburger Unternehmen kostenlose Erstberatung zu Licht, Wärme, Kälte und Effizienz bietet, hat seit 2007 960 Beratungen durchgeführt und ist in 2011 auf Einsparungseffekte von 147.500 t CO2 angewachsen (zum Vergleich: bis 2010 waren es 880 Beratungen und 130.700 t CO2).
- Hamburg als Modellregion für Elektromobilität hat in diesem Jahr 350 batterie-elektrische PKW und 5 Dieselhybridbusse auf die Straße gebracht und eine umfassende Ladesäulen-Infrastruktur aufgebaut.
- Die Förderung der Qualifizierung von Handwerkern in klimarelevanten Techniken im Ausbildungszentrum der Handwerkskammer Elbcampus wird durch Entscheidung des neuen Senates fortgesetzt und intensiviert. Dies garantiert, dass das technisch Mögliche auch tatsächlich Eingang in die Praxis findet.
- Das europäische Projekt EUCO2 80/50 hat 2011 seine Ergebnisse vorgelegt. 350 Entscheider aus 14 großen Metropolregionen haben unter der Koordination Hamburgs Strategien entwickelt, wie bis 2050 eine CO2-Reduktion von 80% möglich ist.
